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Trauer Begleitung / Bewältigung

Trauer: dem Tod begegnen - Abschied nehmen

Immer wieder werden wir mit dem Thema Abschied und Tod konfrontiert. In Medien und Nachrichten jeden Tag oder sogar zu jeder Stunde.
Trifft es uns aber persönlich, weil wir einen geliebten Menschen verlieren, kann dies eine dramatische Erfahrung sein, die unser Leben völlig auf den Kopf stellt.
Sich von einem Menschen zu verabschieden ist ein langsamer und zeitlich  andauernder Vorgang. Wir benötigen Zeit, bis wir die Trauer überwinden und die Endgültigkeit der Trennung akzeptieren.

Leider hat die westliche Gesellschaft das Sterben und den Tod aus dem direkten Alltagsleben verdrängt. Durch die Kulturgeschichte hindurch haben Trauerbräuche und Rituale eine stabilisierende und sinnstiftende Rolle gespielt, die nun fehlen.
Unsere Trauerkultur hat sich verändert. Der offene Ausdruck von Schmerz, Wut und Verzweiflung über den Verlust eines nahe stehenden Menschen wird von der Umgebung eher mit Unbehagen betrachtet.
Deshalb versuchen viele Menschen ihre Trauer Gefühle zu verdrängen. Durch körperliche Aktivitäten, Ablenkung oder mit Hilfe von Tabletten und Alkohol, übermäßige Arbeitsleistung bei noch Jungem Menschen etc., versuchen manche, der schwierigen Trauerarbeit zu entgehen.
Dabei ist Trauer notwendig, um den Verlust seelisch zu verarbeiten. Das Ziel der Trauerzeit ist der endgültige innere Abschied von dem (meist) Verstorbenen, die Annahme des Verlustes und die Bereitschaft, sich wieder dem Leben zuzuwenden.

Trauer an sich, wird gemeinhin in 4 unterschiedliche Bereiche unterteilt:
(wobei dies nicht zu sehr hirarchisch zu verstehen ist...!)

Nicht –Wahrhaben -Wollen

Der Tod (oder Verlußt) eines Menschen schockiert immer, auch wenn er nicht unerwartet kommt. Viele Trauernde sind wie erstarrt, verstört und apathisch.
Das Geschehene wird noch nicht erfasst, man leugnet es ab, man kann und will es nicht glauben.
Manchmal treten auch heftige körperliche Reaktionen auf, wie - Schlaflosigkeit, Herzrhythmusstörungen, Schwitzen, Übelkeit und Erbrechen.
Dies kann Tage – aber auch mehrere Wochen lang andauern, vor allem, wenn sich ein Todesfall plötzlich ereignet.


Aufbrechende Gefühle

In diesem Bereich werden unterschiedlichste Emotionen wie Wut, Zorn, Angst, Hilflosigkeit, Einsamkeit und Verzweiflung erlebt.
Manchmal setzt die Suche nach einem „Schuldigen“ ein, bspw. Ärzte, Pflegepersonal, Unfallverursacher oder Menschen, die dem Verstorbenen sein Leben schwer gemacht haben - Dies kann Wut, Ärger oder sogar Hass Gefühle hervorrufen.

Besonders schwierig und ein großes Tabu ist es, wenn sich die Wut gegen den Verstorbenen selbst richtet. Vielleicht hat dieser durch seinen  Lebenswandel (Rauchen, Alkohol, riskante Sportarten,...) zu einer Erkrankung beigetragen, die, wenn vielleicht auch nicht unmittelbar, zu seinem Tod geführt hat. Gerade aber das Zulassen von aggressiven Gefühlen kann helfen, nicht in Depressionen oder depressive Episode zu versinken.

Viele Trauernde werden auch von großen Schuldgefühlen heimgesucht. Sie machen sich, meist unberechtigte, Vorwürfe, dass sie dem geliebten Menschen nicht helfen konnten oder ihn nicht liebevoll und gut genug gepflegt haben.
Einige Trauernde quälen sich auch mit dem Gedanken, dass manche Dinge in der Beziehung ungesagt blieben, manche Sache nicht zu Ende gebracht werden konnte usw.. Besonders belastend können solche Selbstanklagen sein, wenn der Tod in einer Streitphase der Beziehung eintrat.

Schließlich spielt auch Angst eine Rolle. Existenzsorgen und die Unsicherheit bezüglich der eigenen Zukunft ohne den Verstorbenen, stürzen die Trauernden in Verzweiflung.

Nur wenn all diese Emotionen erlebt und zugelassen werden, kann die Trauer Bewältigung voranschreiten.


Langsame Neuorientierung

Menschen finden sich langsam mit dem Verlust ab. Es ist eine Zeit der Erinnerungen. Betroffene denken an die schönen, wie auch enttäuschenden Erfahrungen und Momente, die in der Beziehung erlebt wurden.
Die belastenden Gefühle verlieren langsam an Intensität. Ein zunehmendes inneres Akzeptieren des Verlustes entwickelt sich. 


Neues inneres Gleichgewicht

Es entsteht ein neues seelisches und körperliches Gleichgewicht. Der / Die Trauernde Mensch wird wieder aktiv und beginnt seinen Blick auf die Zukunft zu richten.

Neue Beziehungen, neue Verhaltensmöglichkeiten und neue Lebensstile sind nun möglich. Die Einstellung zu sich selbst und zu den eigenen Fähigkeiten hat sich verändert.

Dies ist ein „ normaler“ Verlauf der Trauer.

Störungen des Trauerns

Eine krankhafte Trauerreaktion kann entstehen, wenn negative Gefühle übermäßig intensiv oder über einen ungewöhnlich langen Zeitraum hinweg auftreten.
Weitere Gründe können auch sein, wenn es zu einer Selbsttötung gekommen ist, einem Unfall oder dem Tod eines Kindes.

In manchen Fällen ist es daher ratsam, oder sogar notwendig, psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Im Verlauf einer Behandlung wird durch bearbeiten der Gefühle, die Überwindung des Verlustes ermöglicht. 
Geben Sie sich Zeit und haben Sie Geduld.

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